von Roman Sillipp

​So befreist Du Dich von den Fesseln der Noten

​So befreist Du Dich von den Fesseln der Noten

Vielleicht kennst Du das: Solange die Noten vor Dir liegen, kannst Du spielen.
Aber sobald Du die Noten weglegst, weißt Du nicht mehr, wie es weitergeht.
Das Problem sind nicht die Noten selbst, sondern die Abhängigkeit von ihnen.

Viele haben nur gelernt, dem Notenbild zu folgen — aber nicht zu verstehen, was musikalisch dahinter steckt.
Wenn Du verstehst, wie Melodie und Begleitmuster aufgebaut sind,
bist Du nicht mehr nur an das gebunden, was schwarz auf weiß vor Dir steht.

Und genau dann wird plötzlich klar:
Die Noten zeigen Dir nur eine mögliche Version des Stückes — aber nicht die einzige Möglichkeit.

Die Noten auf einem Notenblatt wurden vom Komponisten oder Arrangeur so niedergeschrieben, wie er sich das Stück vorgestellt hat.

Die Interpretation eines Künstlers ist jedoch nur eine von unzähligen Möglichkeiten, wie ein Musikstück klingen könnte.

Da in den Noten aber nicht erklärt wird, welche weiteren Möglichkeiten in einem Stück stecken, bleiben viele automatisch bei genau dem hängen, was auf dem Notenblatt steht.

Daher zeige ich Dir im Folgenden, wie Du die Notenschrift entschlüsselst, um ein Musikstück auf Deine eigene musikalische Weise zu spielen.

Noten lesen vs. freies Klavierspielen

Von vielen Musikstücken gibt es ganz unterschiedliche Versionen.

Eigentlich bräuchte man für jede Version eines Musikstückes ein eigenes Notenblatt, um das Stück mit einem anderen Sound wiederzugeben. Jedoch:

Es genügt ein einziges Notenblatt, um ein Musikstück in zahlreichen Varianten nach Lust und Laune zu interpretieren.

Vom Titel "Yesterday" der Gruppe "The Beatles" gibt es über 3.000 Coverversionen (Guinness-Buch der Rekorde).

Und jede Version klingt anders, weil eben jeder Künstler einen anderen Sound hat.

Deshalb zeige ich Dir, wie Du ein Musikstück in verschiedenen Varianten spielen kannst — so, wie es Deinem persönlichen Geschmack entspricht.

Fesseln der Noten

Muster erkennen vs. Auswendig lernen

Sehr viele Musikstücke bestehen aus Melodie und Begleitung.

Die Melodie eines Musikstücks bleibt unverändert, da sie ja für den Wiedererkennungswert des Stückes sorgt.

Die Begleitung eines Musikstücks kannst Du völlig frei nach Lust und Laune verändern.

Aus diesem Grund brauchen wir oft viel weniger Informationen aus dem Notenblatt, als viele glauben.

Dies setzt lediglich voraus, zu verstehen, wie Musik funktioniert und nicht einfach nur Töne auswendig zu lernen.

Ein einfaches Beispiel:
Was denkst Du, ist leichter zu merken:
1.    die geraden Zahlen von 2 bis 30
2.    die Zahlenkette 2-4-6-8-10-12-14-16-18-20-22-24-26-28-30

Die erste Variante ist natürlich wesentlich leichter, setzt aber natürlich voraus, dass Du über gerade Zahlen Bescheid weißt.

Selbst wenn Du alle geraden Zahlen bis 1 Million auswendig lernen würdest, dann wäre an dieser Stelle Schluss.

Darüber hinaus könntest Du die geraden Zahlen nicht benennen, wenn Du nicht wüsstest, was gerade Zahlen sind.

Genauso ist es auch bei der Musik.

Das Geheimnis der Freiheit am Klavier

Du siehst hier die ersten Takte der Mozartsonate Nr.1:

Fesseln der Noten - Vorlage

Wenn man genau hinsieht, dann erkennt man, dass sich die gleichen Töne ständig wiederholen:

Fesseln der Noten - Befreiung

Tatsächlich erkennt man darin immer wieder dasselbe Muster aus den Tönen C, E und G.

Die Töne C, E und G sind die Töne eines C-Akkordes.

Die anderen Töne dazwischen sind die Töne von G- und F-Akkorden.

Was denkst Du, ist leichter zu merken:
1.    die Töne eines C-Akkordes, abwechselnd mit den Tönen von G- bzw. F-Akkorden, oder
2.    die Tonkette C-G-E-G-C-G-E-G (D-G-F-G) C-G-E-G (C-A-F-A) C-G-E-G (H-G-D-G) C-G-E-G

Ich denke, es ist selbsterklärend, dass die erste Variante wesentlich leichter zu merken ist.

Voraussetzung ist aber, die Akkorde zu kennen und zu wissen, welche Möglichkeiten sich dadurch eröffnen.

Die notierte Version ist bloß eine von hunderten Möglichkeiten, wie man das Musikstück spielen könnte.

C-, G- und F-Akkorde kann man auf die unterschiedlichste Art und Weise spielen.

Man könnte die Töne dieser Akkorde auch ganz anders kombinieren — und das Stück würde sofort anders klingen.

Vom Notenblatt zur eigenen Interpretation

Wenn Du wissen willst, mit welchen Tonkombinationen Du welchen Klang erzeugen kannst, zeige ich Dir das gerne.

Gestalte Deine Lieblingsmusik nach eigenem Geschmack, statt nur Töne von einem Notenblatt abzuspielen.

Im kostenlosen Crashkurs erlebst Du, wie Musik auch ohne starres Festhalten am Notenblatt verständlich wird.

Du siehst Schritt für Schritt, wie Melodie, Rhythmus und Begleitung zusammenwirken – und wie daraus Deine eigene Interpretation entstehen kann.

Erlebe die Freiheit des Klavierspiels

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ganz nach
Deinem Geschmack

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Über den Autor


Roman Sillipp, M.A. Instrumentalpädagoge für Tasteninstrumente

Roman Sillipp, M.A.

Klavierlehrer, Musikpädagoge

Mein Name ist Roman Sillipp. Ich bin Pianist und Instrumentalpädagoge.

Mein musikalischer Weg führte mich von klassischer Klavierausbildung über Pop, Jazz, Arrangement und Komposition bis hin zur professionellen Arbeit als Musiker, Produzent und Pädagoge.

Aus dieser Erfahrung entstand mein Unterrichtsansatz:
Klavier lernen nicht über bloßes Nachspielen, sondern
über musikalisches Verstehen.

In der RS-Piano-Akademie zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Melodie, Rhythmus und Begleitung zusammenwirken – damit Du nicht nur Tasten drückst, sondern besser verstehst, was Du spielst.

Kurzbiografie

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